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Über zwei Jahrzehnte hinweg hat sich die in Kalifornien gegründete Band CEREMONY ihren Ruf als eine der anpassungsfähigsten und unerschrockensten Bands der Punk-Szene erarbeitet: stets bereit, sich den Herausforderungen der Zeit zu stellen, ohne dabei ihre Prinzipien aufzugeben.
Auf «Initium Mortis» vereint die Todesmetal-Supergroup LEFT TO DIE die morbiden Tiefen des frühen Death-Repertoires. Gemeinsam mit Matt Harvey (Exhumed, Gruesome) und Gus Rios (Gruesome) huldigen die ursprünglichen Death-Mitglieder Terry Butler (Obituary) und Rick Rozz (Massacre), Chuck Schuldiner und den brutalen Anfängen von Death.
Als ich im Promotext las, dass Patrick Walker bei den neuen Songs ausgerechnet Marillion als Referenz nennt, war meine Aufmerksamkeit sofort da. Nicht weil WARNING plötzlich nach Neo-Prog klingen würden. Sondern weil Stücke wie «Grendel», «The Web» oder «Ocean Cloud» seit Jahren zu meinen Lieblingsmomenten im gesamten Marillion-Katalog gehören. Diese Songs leben nicht von Refrains oder Eingängigkeit, sondern davon, dass sie den Zuhörer langsam in ihre eigene Welt ziehen.
Die schwedische Band Monolord hat schon immer die Kunst beherrscht, Wiederholungen in Hypnose zu verwandeln. Doch «Neverending» fühlt sich von den ersten Minuten an anders an.
POISON RUÏN sind, wer sie denn kennt, für ihren ziemlich unkonventionellen Punk bekannt. Bereits das Cover-Artwork lässt wohl die wenigsten Betrachter auf eine Punkband schliessen. Nebst Punk-Rock serviert die Truppe Deathrock, abgerundet durch Dungeon-Synth mit leichten Metal-Anleihen.
Die Amis TEMPLE OF VOID spielen oldschooligen Death Metal mit modernem Touch, quasi in der Region von Paganizer und Konsorten, einfach mit etwas mehr Melodie. Klingt soweit eigentlich alles ganz ordentlich, grosse Abwechslung muss man hier nicht erwarten, aber wenn man auf diese Art von Mucke steht, will man dies in Regel auch nicht.
Die Amis FINAL GASP spielen eine Art Mucke, die sich irgendwo zwischen Lake Of Tears, Insomnium und Unto Others befindet. Düstere Gitarren-Wände, schwere Drums, ab und zu ein filigran wirkendes Solo - das klingt soweit nicht schlecht.
Die letzten Alben von Exhumed waren Reisen durch Schottlands Friedhöfe und Operations-Säle, durch die Horror-Abteilungen der Videotheken ihrer Jugend und durch die eigene Band-Geschichte. Dieses Mal geht der Trip an einen Ort, den die Menschheit unverhältnismässig oft besucht - die amerikanischen Strassen.
Drei Ladies aus Portland, Oregon, spielen sich mit einer etwas eigenwilligen Mischung durch die Lautsprecher. Eigenwillig sind HOAXED deshalb, weil es nicht klar definiert werden kann, was nun treibende Kraft sein soll - ist es Dark Rock? Nee, zu heftig, aber die Anleihen stimmen. Heavy Rock? Auch nicht, zu düster, beinahe schon atmosphärisch, singt man sich durch die Tracks hindurch
Aus Irland stammen MALTHUSIAN, deren Gründung auf das Jahr 2012 zurückgeht. Vor sieben Jahren veröffentlichte man das Debüt, und nun folgt also der Nachfolger. Eine kurze Nachforschung ergab, dass sie damals noch recht ungezügelten Black Death Metal spielten, aber davon ist auf dem neusten Output nicht mehr viel zu hören. Stattdessen wildert die Truppe in diversen Genre-Wäldern und setzt eine gewisse Hartnäckigkeit an Drehungen voraus, um Gefallen an den meist überlangen Songs zu finden.